"Mit Freude, Kraft und viel Gefühl!"

 

Großes Lob für Singgemeinschaft

 

Von Walter Kindlmann

 

Schwabsoien - "Das war heute lebendige Männerchor-Tradition, die mit Freude und Kraft nie antiquirt gewirkt hat, sondern den hohen Stellenwert des Gesanges unterstrichen hat." Das sagte mit Jürgen Schwarz der Präsident des Chorverbandes Bayerisch-Schwaben beim Konzert der Singgemeinschaft Schwabsoien. Drei Stunden lang begeisterten ein prächtig aufgelegter Männerchor mit einer ganzen Reihe fein singender Solisten aus den eigenen Reihen und ein geradezu entfesselter Kinder- und Jugendchor.

 

"Wir werden Sie mit Liedern verzaubern, und bitte lassen Sie dazu ihren Alltag draußen und vor allem, schalten Sie ihre Handys aus", empfahl eingangs des Konzertes Vorstand Fridolin Zwick den 250 Besuchern in der voll besetzten Schulturnhalle. Es war das erste von zehn bereits ausverkauften Konzerten.

 

"Höchstleistungen"

 

45 gestandene Männer waren es, die von Josef Kirchhofer mit viel Gefühl für die Feinheiten in den Stücken zu Höchstleistungen "getrieben" wurden. Mit Anna, Elisabeth und Johannes stellten die Kirchhofers zudem ganz alleine die musikalsichen Begleiter. Und Helmut Lahner verstand in gewohnter Weise, humorvoll Lieder und deren Komponisten den Zuhörern näher zu bringen.

 

Es war ein vielfältiges Programm. Gleich zum Auftakt der "Zauber der Musik" und danach aus dem Psalm 23 "Gott ist mein Hirt" waren eine Empfehlung für das Konzert auf hohem Niveau. Es folgten Franz Schuberts "La pastorella" und das "Schwalben-Duett" aus der Csardasfürstin, bei dem Rosemarie und Josef Kirchhofer mit dem Sopran- und Tenorsolo die Zuhörer begeisterten. Einen flotten Spaziergang empfahl Helmut Lahner zum Wanderlied "In die blühende Welt". Das Rauschen der Quellen zu verschiedenen Jahreszeiten war in dem Lied "Heimat" zu hören. Dass Johannes nicht nur ein guter musikalischer Begleiter, sondern auch über ganz ordentliche stimmliche Qualitäten verfügt, hat er mit dem Baritonsolo im "Zauber der Heimat" bewiesen.

 

Der zweite Teil des Konzertes war gespickt mit Melodien der 20-er und 30-er Jahre. Zu den Highlights indes zählte das lustige Terzett "Die Opernschwärmer" mit Fridolin Zwick, Johann Hartmann und Helmut Lahner (Bariton, Tenor und Bass), der "Kriminaltango" und schließlich auch die frenetisch erklatschte Zugabe von "Ave Maria no morro". Fünfzehn Stücke waren es insgesamt.

 

Mit dem Ohrwurm "Bist du einsam heut Nacht" verabschiedeten sich Männerchor und nochmals in einer Einheit die Kirchhofers, gesanglich und instrumental.

Der lange anhaltende Applaus war verdient.

 

Schongauer Nachrichten vom 19. März 2007

 


 

Quelle:

 

Schongauer Nachrichten

vom 19. März 2007