Chronik

Der Veteranenverein Schwabsoien wurde im Jahr 1872 gegründet. Er zählt zu den ältesten Vereinen von Schwabsoien.

Anlass für die Gründung war das Ende des deutsch-französischen Krieges von 1870/71. Am Feldzug gegen Frankreich haben 22 Männer aus Schwabsoien teilgenommen. 21 sind zurückgekehrt, einer blieb vermißt.

Im August 1887 hat die Gemeinde neben der Pfarrkirche ein Denkmal für die Teilnehmer dieses Krieges errichtet, es steht nun auf dem Dorfplatz neben dem Gemeindehaus.

1896 hat der Soldaten- und Veteranenverein eine Vereinsfahne angeschafft, diese ist im Jahr 1937 neu gefasst worden. Eine weitere Renovierung der Fahne hat im Jahr 1990 stattgefunden.

Im ersten Weltkrieg 1914/1918 sind einschließlich der in Schwabsoien beschäftigten Dienstboten 153 Männer eingerückt. 30 davon sind gefallen oder an den Kriegsfolgen gestorben, 2 sind vermisst.

Die Gemeinde ließ 1921 zu Ehren der Soldaten von einem Steinmetz ein Denkmal an der Südseite (Außenwand) der Pfarrkirche in Form eines Epitaphes errichten.

1922 wurde das 50-jährige Jubiläum begangen, die Blaskapelle Schwabsoien umrahmte die Festlichkeit.

Bei der Kirchenrenovierung von 1963 bis 1967 ist das Epitaph wieder beseitigt worden .Pfarrer Buhmann ließ darauf hin auf dem Vorplatz des Leichenhauses ein Kriegerdenkmal errichten.

Während des zweiten Weltkrieges 1939/45 sind 111 Männer aus Schwabsoien in den Krieg gezogen (ohne die Anzahl der Dienstboten). Gefallen sind 31 Männer, vermisst 7 Männer.

 

Medaille - den ruhmreichen Kämpfern von 1870 / 1871

 

Neues Kriegerdenkmal eingeweiht

Im November 1968 wurde in Schwabsoien ein neues Kriegerdenkmal eingeweiht. Es wurde an der  Stelle der früheren Friedenslinde an der Südwestecke des Friedhofes unmittelbar neben dem Leichenhaus errichtet. Das Denkmal ist aus Grüntener Stein und wurde von Steinmetz Ostler aus Schwabsniederhofen geschaffen. Ein festlicher Zug mit Musikkapelle, gefolgt von Fahnenabordnungen des Schützenvereins, der Jungbauernschaft, der Feuerwehr, des Veteranenvereins Schwabsoien und der Nachbarvereine Sachsenried und Schwabbruck mit rund 80 Veteranen, Reservisten und derzeitigen Soldaten schritt zum Festgottesdienst in die Kirche.

Die Musikkapelle unter Leitung von Georg Siegler spielte die "Deutsche Messe op 29" von Sepp Schwindhackl (ein Geschenk von Pfarrer Buhmann). H.H. Pfarrer Buhmann, selbst jahrelang an russischer Front und drei Jahre in Gefangenschaft weckte in seiner Ansprache so manche Erinnerungen an unselige Kriegszeiten. Das neue Denkmal sei nicht nur eine Erinnerung an die Toten, sondern auch eine Mahnung an die lebenden. Jeder Name, der in den Stein des Denkmals gemeißelt sei, enthalte eine Lebensgeschichte. Manches Schicksal sei so hart gewesen wie der Grüntener Stein, aus dem das Denkmal gemacht sei. Pfarrer Buhmann schloss mit der Bitte, dass gläubige und friedliebende Männer die Völker regieren mögen.

Nach dem Festgottesdienst versammelte sich die Gemeinde vor dem neuen Ehrenmal. Die Muskkapelle intonierte einen Choral. Danach sprach Bürgermeister Ranz vor dem Denkmal. Er begrüßte alle Ehrengäste - stellvertr. Landrat Horner, Oberbaurat Dolezel, Regierungsrat Blaschke, die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden und die Fahnenabordnungen. Der Bürgermeister betonte, dass Schwabsoien solange kein eigenes Kriegerdenkmal besessen habe, sei nicht darauf zurückzuführen, dass man die Toten vergessen habe, sondern sei Folge des Mangels an einem geeigneten Platz gewesen.

Pfarrer Buhmann segnete den Gedenkstein und sprach das Weihegebet. Nach dem Lied "Großer König aller Völker" betete der Pfarrherr für alle Gefallenen. Die Singgemeinschaft bot das Lied "Heilig Heimatland"  von Willi Weiß. In bewegten Worten gedachte der Vorstand des Veteranenvereins, Engelbert Berkmüller, der im Namen seines Vereins einen Kranz niederlegte, der gefallenen Toten.

Das Lied vom guten Kameraden, gespielt von der Blaskapelle Schwabsoien, beschloss die eindrucksvolle Feierstunde,

 

Das Denkmal zu Ehren der verstorbenen Kameraden im Krieg 1870 gegen Frankreich mußte im Jahre 1947 dem Leichenhaus, sowie dem Kriegerdenkmal der beiden Weltkriege 1914 - 1918 und 1939 - 1945 weichen. Dieses Ehrendenkmal (Aufnahme von 1946) stand auf dem Netzenberg (vor dem Gasthaus Texas).

Im März 2009 wurde es abgebaut und restauriert, anschließend wurde es dann auf dem neu gestalteten Gemeindeplatz im Juni 2009 aufgestellt.